Teemeisterin Gudrun Jupé erklärt das Geheimnis für den perfekten Teegenuss beim Urlaub in Binz auf der Insel Rügen.

Gudrun Jupé tritt mit einem freundlichen Lächeln an einen Tisch im Bernstein-Panorama-Restaurant des Private Palace Rugard Strandhotels. Die Gäste genießen gerade den grandiosen Ausblick aus der fünften Etage auf die Ostsee in Binz. Plötzlich steigt ein wundervoller Duft in die Nase – die Gäste blicken sich um. „Ihr Nachmittagstee – genießen Sie ihn“, sagt Gudrun Jupé und lächelt. Dieses herzliche Lächeln, ihre Freundlichkeit und ihr Wissen über Tee – diese Kombination zeichnet Gudrun Jupé aus.

Seit Ende März dieses Jahres arbeitet die 62-Jährige im Private Palace Rugard Strandhotel. In den vergangenen Wochen konzipierte sie eine neue Teekarte – Wellness in der Tasse für den Urlaub in Binz.

Gudrun Jupé ist eine Tee-Expertin – und das hat sie sogar schriftlich: Im Jahr 2004 legte sie ihre Prüfung zur Teemeisterin ab. Ein Titel, den in Deutschland nur rund 100 Menschen tragen dürfen. „Vor dieser Zeit konnte ich Früchte- und Kräutertee unterscheiden“, sagt Gudrun Jupé scherzhaft. „Ich habe mich damals sehr intensiv mit Tee beschäftigt – bei der Prüfung musste ich 80 verschiedene Teesorten am Geschmack unterscheiden“, erinnert sie sich. „Zu Beginn dachte ich, das schaffe ich nie – doch es hat funktioniert.“ Zur Belohnung für die bestandene Prüfung gab es damals eine Reise nach Sri Lanka – Tee pflücken inklusive.

Seither hält sie der Tee in seinem Bann. Und nicht nur sie: Die ganze Familie trinkt Tee. „Zu Hause gibt es für die Kinder beispielsweise ‘Oma Gudruns Haustee’“, verrät sie. Und wenn Gudrun Jupé schon einmal beim Geheimnis-Lüften ist, legt sie gleich nach: „Ich gebe zu, am Morgen brauche ich meinen Kaffee, um wach zu werden – am Nachmittag ist meine Teezeit.“ Wieder lächelt Gudrun Jupé – dieses freundliche, natürliche Lächeln kommt von Herzen, das spürt jeder Gast sofort.

Und mit genau dieser Hingabe und Liebe hat die 62-Jährige die neue Teekarte des Private Palace Rugard Strandhotels gestaltet. „Wir haben für jeden Geschmack etwas – die Kinder bekommen unseren Rote-Grütze-Tee und für die Erwachsenen haben wir die besten Tees herausgesucht.“

Gudrun Jupé weiß, dass die Tee-Geschmäcker ganz unterschiedlich sind. „Für Einsteiger empfehle ich den chinesischen Oolang Tee“, sagt die Frau, die in der heimischen Küche unter anderem fünf verschiedene Minztee-Sorten zu stehen hat, und fügt hinzu: „Tee ist etwas Besonderes – Tee lebt. Genau wie beim Wein ist die Erde, auf der der Tee angebaut wird, entscheidend. Es kommt auf die Mineralien im Boden an.“

Entscheidend ist zudem, wie lange ein Tee ziehen sollte, bevor er getrunken wird. „Die Faustregel ist, dass Schwarzer Tee drei bis vier Minuten ziehen sollte, beim Grünen Tee sind es sogar nur zwei bis drei Minuten – sonst wird er bitter. Früchetees können dagegen fünf bis zehn Minuten ziehen – es kommt auf die Zusammensetzung der Teesorte an“, meint die Tee-Expertin.

„Und ich befürworte immer, den Tee ungesüßt zu trinken, um den puren Geschmack zu erleben. Wer es dennoch etwas süßer mag, der sollte auf braunen Kandiszucker zurückgreifen. Es gibt Freunde des Tees – dazu gehören genau dieser braune Kandiszucker und Sahne“, meint Gudrun Jupé. „Viele Gäste haben Ihre ganz eigenen Tee-Rituale – und diese respektieren wir natürlich. Denn wir haben ja alle einen gemeinsamen Wunsch: Der Tee soll zum Genuss-Erlebnis im Urlaub in Binz werden – und das wird er bei uns.”